Dresdner SchachturniereDDR-Finals im Schnellschach in den Jahren 1982 – 1989von Manfred Kalmutzki, Ehrenpräsident des Dresdner Schachbundes e. V. |
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Auf Anfrage des Vizepräsidenten des DSV der DDR, Knut Gallien, übernahm der Stadtfachausschuss Schach die Ausrichtung des VIII. DDR-Finals im Schnellschach, das vom 19.-21.November 1982 in der Reichsbahndirektion Dresden ausgetragen wurde.
Zu jedem DDR-Finale qualifizierten
sich die jeweils zwei Erstplatzierten der Bezirks-Schnellturniere,
die dann um den Titel eines
DDR-Meisters im Schnellschach kämpften.
Die Spielzeit betrug 40 Züge
in 75 Minuten.
Überlegener Sieger wurde Dr. Michael Schmidt von Pentacon Dresden mit dem außergewöhnlichen Ergebnis von 7 aus 7. Er spielte risikovoll, dennoch sicher und geriet nie in hochgradige Zeitnot. "Im Schnellschach muss man ‚rangehen’. Ich habe in allen sieben Partien geopfert – wenn auch nicht immer alles gestimmt hat." Das war die Meinung des Siegers, der damals das Spitzenbrett bei Pentacon Dresden einnahm.
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![]() Den 2. Platz belegte Wolfgang Teschke (Lok Rostock), links; hier im Duell mit Michael Müller (Lok Dresden) |
![]() Schiedsrichter Dieter Lentschu (Berlin) |
Die anderen Dresdner belegten die Plätze: 8. Stefan Glasewald (Pentacon), 9. Jürgen Fleuch, 10. Michael Müller (beide Lok Dresden).
Auch 1983 richtete der SFA Dresden die Meisterschaft aus, diesmal im Campingobjekt Altfranken. Schließlich hatte der Veranstalter auch für die Unterkunft zu sorgen und das schien vor den Toren Dresdens durchaus eine Lösung zu sein. Manche Spieler, die aber auch mal "Dresden bei Nacht" genießen wollten, hatten allerdings einen ziemlich langen Anmarschweg. Aber es hat alles bestens geklappt. Für die Wettkämpfe stand nach Dieter Lentschu (Berlin) diesmal mit Ralph Kaumann wieder ein sehr umsichtig arbeitender Schiedsrichter zur Seite, so dass wieder alles zügig ablief.
Die Dresdner Teilnehmer belegten in diesem Finale die Plätze: 9. Michael Müller, 16. Jürgen Fleuch (beide Lok Dresden) und 17. Stefan Glasewald (Pentacon Dresden). Die weiteren Platzierungen siehe im Bericht.

Ralph Kahe (MoGoNo), der eigentlich einen soliden Stil bevorzugt, kämpfte hier, wie er sagte, mit "offenem Visier."
Inzwischen hatte man in Berlin erkannt, dass mit Dresden ein zuverlässiger Ausrichter der DDR-Finals im Schnellschach gegeben ist und vergab dieses Turnier nacheinander bis 1989 immer wieder nach Dresden.
Für uns hatte es den Vorteil, dass wir außer den 2 Qualifizierten des Bezirksfinales immer noch einige "Ausgleicher" einsetzen durften. So konnten wir zwar den Erfolg von Dr. Michael Schmidt aus dem Jahre 1982 niemals wiederholen, aber mit Robert Schmidt, Falk Sempert, Wolfram Oehlschlaegel, Steffen Andresen, Mirko Richter, Dirk Wegener, Hans-Wolfgang Walther und Michael Müller konnten aufstrebende Talente zusätzlich zum Einsatz kommen.
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Der Ausrichter war in allen Jahren der SFA Dresden, Gastgeber war stets die BSG Lokomotive Dresden, die mit ihrem Spiellokal in der Reichsbahndirektion Dresden eine ansprechende Wettkampfstätte anbieten konnte. .
Als Turnierleiter war bei den 8 Finals im Einsatz:
und als Schiedsrichter:
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Bei der Partie des Titelverteidigers Darius (Ströbeck),rechts gegen Hoffmann (TH Magdeburg) kiebitzt der neue DDR-Meister 1986 Rainer Serfling (Fortschritt Gera-Liebschwitz), Mitte.

Bei dem Finale 1987 begann die Siegesserie von Karsten Schulz (Fortschritt Cottbus). Er gewann die Trophäe des DDR-Meisters im Schnellschach ununterbrochen bis 1989. In diesem Jahr stieg auch Ralf Wadewitz als Schiedsrichter ein.

Karsten Schulz ist auch 1988 von niemand aufzuhalten.
Beim XV. DDR-Finale gab es drei Neuheiten: Die Anzahl der Runden wurde von bisher 7 auf 9 erhöht und die Bedenkzeit auf 30 Minuten reduziert. Schließlich gab es das Debüt einer Frauen-Schnellschachmeisterschaft der DDR.
Auch 1989 wieder das gleiche Bild: Turnierleiter Eberhard Immisch und Schiedsrichter Ralf Wadewitz beobachten den Turniersieger Karsten Schulz.
Einen Überblick über sämtlich DDR-Finals im Schnellschach enthält die Anlage 9. Die Dresdner Teilnehmer sämtlicher 15 Meisterschaften enthält die Anlage 10.
6 x konnte sich Stefan Glasewald (Pentacon) im Bezirksfinale für das DDR-Finale qualifizieren. Michael Müller (Lokomotive) war 3 x dabei.
Die meisten Teilnehmer kamen mit 15 von Post . Auch die weitere Reihenfolge entsprach wohl dem Leistungsstand in den Dresdner Schachsektionen. Lokomotive brachte 10 , Pentacon 7, Traktor 3 und die TU und Mikro je 1 Spieler an den Start.